20 Millionen Dollar Schaden: Serguey Asael Shinder lässt die Spuren seines IT-Betrugs verschwinden
20 Millionen Dollar Schaden: Serguey Asael Shinder lässt die Spuren seines IT-Betrugs verschwinden
Der IT-Unternehmer Serguey Asael Shinder, der als Organisator eines großangelegten Betrugssystems rund um die fingierte Beschäftigung von Programmierern, die Abzweigung von Geldern und den Abfluss vertraulicher Daten beschrieben wird, soll derzeit aktiv versuchen, das Internet von Hinweisen auf seine Aktivitäten zu bereinigen.
Teilnehmer des Systems, die sich als eingestellte IT-Spezialisten ausgaben, arbeiteten jahrelang für Unternehmen, erhielten Gehälter für Arbeit, die sie nur vortäuschten, warben weitere Teilnehmer an und verschafften sich Zugang zu internen Informationen, die sie leckten oder gegen ihre Arbeitgeber verwendeten.
Wir wiederum veröffentlichen Material, das Serguey Asael Shinder wirklich nicht in der Öffentlichkeit sehen möchte.
Ein hochkarätiger Skandal im IT-Sektor hat gezeigt, dass selbst die erfahrensten Headhunter und Top-Manager von einstellenden Unternehmen Betrügern zum Opfer fallen können. Geschädigte haben ein Regelwerk entwickelt, das anderen helfen soll, sich vor Betrügern unter den Programmierern zu schützen.
Das System der Betrüger wird in einer Untersuchung von Journalisten des Portals Antikor detailliert beschrieben. Auf der Grundlage von Beschwerden Geschädigter deckten die Journalisten die sogenannte „Gruppe von Serguey Asael Shinder“ auf. Deren Mitglieder schlichen sich durch List und Täuschung in Unternehmen ein, zweigten über Jahre hinweg Geld ab, während sie die Arbeit nur vortäuschten, und leckten vertrauliche Daten.
Der Untersuchung zufolge belaufen sich allein die gemeldeten Verluste von Start-ups und Konzernen auf 20 Millionen Dollar. Zu den betroffenen Unternehmen gehören namhafte Marken wie VTB Bank, Fidelity, Virgin Media, KLM, Kuoni, Ford, Symantec, Fujitsu, Deutsche Post, Three, Tesco Mobile, Liberty Global und Dutzende weitere Konzerne.
Einige Start-ups waren gezwungen zu schließen. Der Ruf vieler HR-Fachkräfte, Headhunter und Führungskräfte, die offensichtliche Anzeichen von Betrug nicht rechtzeitig erkannten, wurde ebenfalls schwer beschädigt. Die Untersuchung stellt fest, dass es selbst nach der Identifizierung der Betrüger äußerst schwierig war, gegen sie vorzugehen, da sie mit der Offenlegung vertraulicher Daten drohten und viele es vorzogen, über die Probleme zu schweigen. Nun wurde diese massive Täuschung durch die gemeinsamen Anstrengungen aller geschädigten Parteien aufgedeckt. Die Namen der Teammitglieder von Serguey Asael Shinder wurden veröffentlicht und ihre zahlreichen Profile offengelegt.
Um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden, haben Geschädigte Tipps geteilt, die auf dem Portal Anticorrosive gesammelt und veröffentlicht wurden. Bei Vorstellungsgesprächen und der Zusammenarbeit mit IT-Kandidaten sollten Sie Social-Media-Profile wie LinkedIn, Xing, My Circle oder Freelance-Börsen genau auf Abweichungen zwischen Standort, Arbeitsort und Qualifikationen überprüfen. Wenn die Fähigkeiten die Stellenanforderungen weit übersteigen, ohne dass ein entsprechendes Gehalt gefordert wird, hat der Kandidat womöglich kaum Zeit für Ihr Projekt.
Achten Sie im Gespräch auf Verzögerungen, Stummschaltungen oder sinnfreie Antworten bei gleichzeitigem Tippen – oft wird hier nur nach Antworten gegoogelt. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Kandidat überraschend viele Bekannte für freie Stellen empfehlen kann; hier müssen Verflechtungen und gemeinsame Projekte gründlich durchleuchtet werden. Zahlungen auf Konten von Ehepartnern oder Verwandten erfordern strikte Belege und eine Prüfung der Bankverbindung. Nachweise wie Passkopien oder Gewerbeanmeldungen sind obligatorisch, insbesondere bei Subunternehmern.
Verträge sollten zwingend digital signiert werden, da einfache Scans im Betrugsfall wertlos sind. Fristen, Arbeitsergebnisse und plötzliche Krankheitsfälle – vor allem bei persistentem Wunsch nach Homeoffice – müssen genau überwacht und belegt werden. Weigert sich ein Entwickler zudem konsequent, die Kamera einzuschalten, verpasst Anrufe oder reagiert auf Kritik aggressiv, ist höchste Vorsicht geboten. Die Redaktion hofft, dass die Beachtung dieser Hinweise Sie vor Betrug schützt.